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Melanie Stowasser und Atze fan Breuningswyck

Showreiterin

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Hallo Frau Lehmenkühler,

vielen Dank erst einmal für die Entwicklung des Glücksrades. Endlich hat sich einmal jemand Gedanken über eine neue Entwicklung auf dem Sektor gebissloses Reiten gemacht, ohne dabei nur an den eigenen Profit zu denken. Man merkt dem Zaum an, dass hier das Wohl der Pferde im Vordergrund steht.
Seit März diesen Jahres reite ich meinen Friesenwallach Atze fan Breuningswyck ausschließlich mit dem Glücksrad. Atze zeigt zuvor trotz eines hohen Ausbildungsstandes (sehr gutes L-Niveau, zudem mit den Anfängen der Piaffe vertraut und unter dem Damensattel geritten) sämtliche Probleme, die bei einem Gebiss auftreten können. Eine Verletzung des Zungenbeins während einer Untersuchung mit der Nasen-Schlund-Sonde durch den Tierarzt tat ihr übriges dazu. Atze bekam nun nach kurzer Anstrengung keine Luft mehr, verschob die Kiefer, öffnete das Maul über die Maßen und ließ die Zunge seitlich heraus hängen. Er bekam Blockaden im Kiefergelenk, dem Genick und der Lendenwirbelsäule. Mein Sitz verschlechterte sich zunehmend, da ich nur noch auf sein Maul konzentriert war. An lockeres Reiten, gar Lektionen war nicht mehr zu denken. Einzig bei der gebisslosen Arbeit an der Longe mit Kappzaum war er zufrieden und die Probleme schienen verschwunden zu sein. Somit ritt ich ihn mit Kappzaum, was sehr gut gelang. Wir kamen wieder zum Reiten.
Von einer Reiterin der Ostseequadrille bekam ich zum Jahrestraining ein Glücksrad geliehen. Ich habe dann auch sofort die Galashow damit in 5 unterschiedlichen Programmpunkten geritten. Seitdem geht Atz jede Show mit Glücksrad plus Shanks und vier Zügeln, was dem Reiten auf Kandare sehr nahe kommt. Ebenso wird Atz seit April unter dem Damensattel mit Glücksrad gearbeitet. Ich habe bis heute keine Situation erlebt, in der dieses Pferd auch nur annähernd unkontrollierbar wurde. Im Gegenteil, er ist deutlich zufriedener und gelöster.
Selbst schwierige Lektionen, wie das Anpiaffieren klappen auf Anhieb. Zudem haben sich die Seitengänge enorm verbessert. Nicht zuletzt die Kondition hat sich mehr als verdoppelt, da Atze nun ungehindert Luft bekommt. Ein angenehmer Nebeneffekt ist auch die ungehinderte Leckerli-Aufnahme nach dem gelungenen Kompliment.
Auf Showveranstaltungen habe ich bis jetzt nur positive Rückmeldungen erhalten. Menschen umringen uns nach der Show, sind erstaunt darüber, dass Atze überhaupt nichts im Maul hat und wollen mehr über das gbisslose Reiten wissen. Selbst Bereiter eines Landesgestüts haben mich befragt und wollten di Zäumung auf sehr sensiblen Springpferden testen, die sich auf Hackamore nur aufrollen.
Wahrscheinlich hätte ich schon viel früher umstellen sollen. Atze hat sogar Reitlehrer der klassischen Fraktion davon überzeugt, dass gebissloses Reiten keinesfalls ein Rückschritt oder bestenfalls eine Übergangslösung sein kann.
Bitte setzen Sie sich weiter für die Anerkennung des Glücksrades auf FN Turnieren ein, damit diese schrecklichen Bilder von, trotz Sperriemen, aufgerissenen Mäulern und heraushängenden Zungen aufhören. Die Pferde haben eine bessere Behandlung verdient, denn sie geben immer das Beste für ihre Reiter. Atze hat mich in all den Jahren nie im Stich gelassen auf Veranstaltungen und im Training, auch wenn ihm das Gebiss bestimmt oft Probleme und Schmerzen bereitet hat.
Auf diesem Wege: It´s time for anothr revolution.
Atze und ich werden auch weiterhin in vielen Shows mitwirken und die Mission des gebisslosen Reitens weitertragen.

Viele Grüße
Melanie Stowasser und Atze fan Breuningswyck

 

 

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