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Friederike Schumacher

Und ich sage DANKE für diese tolle Erfindung!

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Hallo Frau Lehmenkühler,
nach einem Dreivierteljahr Reiten mit LG-Zaum möchte ich nun auch einen Erfahrungsbericht schreiben.
Es fing alles mit den Wolfszähnen meines mittlerweile fast 7-jährigen Haflingerwallachs an. Diese wurden ihm vorsorglich im Alter von 4 Jahren gezogen. Nach einem Jahr habe ich ihn lediglich aufgetrenst, da krümmte er sich förmlich vor Schmerzen! Grund waren Knochensplitter dort, wo die Wolfszähne einmal waren. Diese porkelte mein Tierarzt dann raus, ich kaufte mir mein erstes Sidepull (mit Ledernasenriemen ;-)), ritt 2 Wochen lang damit, klappte gut, dann stieg ich wieder aufs Gebiss um. Ein halbes Jahr später die gleiche Tortur, bloß war das Abwehrverhalten meines Pferdes nicht so stark, sodass ich den armen Kerl wahrscheinlich unter höllischen Schmerzen noch ein paar Wochen weiter mit Gebiss ritt, da ich zuerst an eine andere Ursache glaubte. Dann im Oktober letzten Jahres eine OP in Vollnarkose, die die Reste nun hoffentlich endgültig beseitigt hat! Ich ritt also wieder mit Sidepull, Pferd war zufrieden, ich versuchte jedoch immer mal wieder mit Gebiss zu reiten, er machte sich allerdings einfach nur fest und sah schlichtweg unglücklich aus, verdrehte die Augen, riss mir sogar den Zügel aus der Hand. Als es 4 Monate nach der OP immer noch nicht besser wurde und auch ein anderer Pferdezahnarzt mir bestätigte, dass es an den Zähnen nicht mehr liegen kann, fragte ich mich zum ersten Mal, ob es vielleicht einfach Pferde gibt, die ein Gebiss schlicht und ergreifend nicht mögen. Dass es an meiner Reitweise nicht liegen konnte, wusste ich (ohne dass dies arrogant klingen soll), denn ich bin mein Pferd nach den Lehren Philippe Karls eingeritten, bei dem ich vor 5 Jahren das Glück hatte, ein Jahr lang Praktikum machen zu dürfen; sprich er musste nie ewigen Druck auf der Zunge spüren, sondern das Gebiss kam impulsartig in den Maulwinkeln zum Einsatz, immer wieder Danke sagend mit einem Descente de main.
Ich recherchierte also viel im Internet und kaufte mir schließlich Ihr Buch, eigentlich um einfach nur mehr über den LG-Zaum zu erfahren. Als ich etwa die erste Hälfte gelesen hatte, war ich zum Einen glücklich, dass ich nicht „alleine“ bin, zum Anderen wurde mir auch dort erst richtig klar, was ein Gebiss im Pferdemaul überhaupt anstellt, selbst wenn man nicht durch tief gehaltene Hände die Zunge quetscht.
Dass ich meinen Wallach nur noch gebisslos reiten würde stand ohnehin fest, mit dem Sidepull klappte bzw klappt ja auch alles super ?
Ich fragte mich allerdings, ob ich mit dem LG-Zaum auch meine 17-jährige Haflingerstute, die aufgrund schlechter Erfahrungen vor unserer gemeinsamen Zeit etwas schwierig ist und das Sidepull schlichtweg einfach ignoriert, gebisslos reiten könnte; sie hatte zwar noch nie ein Problem mit dem Gebiss, aber ich war nun so überzeugt, dass ich es einfach ausprobieren wollte.
Ich habe also einen LG-Zaum gekauft und bin mit ihr damit raus ins Gelände. Auf einer Wiese wollte sie dann auch direkt Gas geben, und siehe da: Es funktionierte, ich konnte ihren Kopf etwas zur Seite nehmen und sie dadurch wieder auf mich konzentrieren (was mit Sidepull nicht geklappt hat bei ihr)! ? Ich war wirklich erstaunt, dass man so eine gute Einwirkungsmöglichkeit hat!
Auch auf dem Reitplatz habe ich den Zaum dann ausprobiert und ich finde, auch sie läuft sogar schöner als ohne Gebiss.
Der gebisslose Weg wurde mir dann vor ein paar Wochen nochmals bestätigt, als ich bei beiden Pferden einfach nochmal zum Vergleich ein Gebiss benutzte: Meiner Stute lief der Sabber aus dem Maul, das war schon nicht mehr schön; mein Wallach lief zwar 8 Monate nach der OP wieder erstaunlich gut mit dem Gebiss, zeigte mir aber dennoch durch seinen zurückgezogenen Unterkiefer, dass es ihn einfach stört, außerdem schnaubt er ohne Gebiss deutlich mehr ab.
Fazit: Mein Wallach trainiert weiterhin Lektionen der klassischen Dressur mit seinem Sidepull (das ich übrigens nach dem Vorbild Ihres Nasenbandes vom ursprünglichen Kopfstück abgeschnitten und in mein normales Reithalfter eingeschnallt habe, da es sonst immer zu hoch Richtung Augen gerutscht ist), meine Stute freut sich über Gymnastik und Ausritte mit dem LG-Zaum und auch die 18-jährige Hafistute meiner Schwester, die immer sehr auf ihrem Gebiss rumgehackt und geröchelt hat, wird nun überwiegend mit LG-Zaum geritten, was ihr sehr gut tut!
Und ich sage DANKE für diese tolle Erfindung! ?

 

 

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